Kindersegnung / Kinder Willkommensfeiern
Kindersegnung statt Säuglingstaufe
Ich verstehe ich eine Kindersegnung als einen besonderen Moment, in dem wir Säuglinge und kleine Kinder bewusst unter Gottes Schutz stellen. Wir sprechen ihnen Gottes Segen zu und beten, dass sie all das Gute erfahren, das Gott für ihr Leben bereithält.
Deshalb Ich bin überzeugt: Gott nimmt jeden Menschen bedingungslos an. Seine Liebe gilt uns, bevor wir überhaupt etwas leisten oder entscheiden können.
Gleichzeitig bekräftigen die Eltern, dass sie ihr Kind gemeinsam mit Gott begleiten und erziehen möchten. Unser Wunsch ist, dass dieses Kind später einmal selbst eine persönliche Entscheidung für den Glauben an Jesus Christus trifft.
Gebet und Patenschaft
Ein wichtiger Bestandteil der Kindersegnung ist das gemeinsame Gebet für das Kind und seine Familie. Wir bitten Gott um seinen Schutz, seine Weisheit und seinen Segen für den weiteren Lebensweg. Auf Wunsch können auch Patinnen und Paten in die Zeremonie eingebunden werden. Sie versprechen, das Kind zu begleiten, ihm zur Seite zu stehen und die Eltern zu unterstützen – in besonderen Herausforderungen ebenso wie im ganz normalen Alltag.
Warum keine Taufe im Babyalter?
Viele Menschen fragen, warum ich keine Säuglingstaufen anbiete.
Historisch entwickelte sich die Taufe von Babys vor allem im Zusammenhang mit der damaligen Lehre von der Erbsünde. In einer Zeit hoher Kindersterblichkeit befürchteten viele Menschen, ein ungetauftes Kind könne von Gott ausgeschlossen sein. Deshalb wurden Kinder möglichst früh nach der Geburt getauft.
Ich persönlich finde für diese Sorge keine Grundlage in der Bibel. Dort begegnet uns ein Gott, der Kinder liebt und sie zu sich einlädt. Jesus selbst sagte: "Lasst die Kinder zu mir kommen und hindert sie nicht daran; denn Menschen wie ihnen gehört Gottes Reich." (Markus 10,14)
Eine Kindersegnung nimmt einem Kind daher nichts weg. Im Gegenteil: Sie macht deutlich, dass Gottes Ja bereits über seinem Leben steht.
Wenn sich dieses Kind später bewusst für den Glauben entscheidet, kann es sich aus eigener Überzeugung taufen lassen – sei es in einem Gottesdienst, durch Untertauchen in einem See oder in einer anderen Form, die seiner persönlichen Glaubensgeschichte entspricht.
Kindersegnung und Taufe – zwei unterschiedliche Schritte
Für mich gehören beide Feiern zusammen, haben aber eine unterschiedliche Bedeutung. Die Kindersegnung drückt Gottes Ja zum Menschen aus. Dieses Ja gilt jedem Menschen – bedingungslos und von Anfang an.
In der Taufe antwortet der Mensch mit seinem eigenen Ja auf Gottes Einladung. Deshalb taufe ich Jugendliche und Erwachsene, die ihren Glauben selbst bekennen und diesen Schritt bewusst gehen möchten.
Willkommensfeier – ganz ohne religiösen Bezug
Nicht jede Familie wünscht sich eine christliche Zeremonie. Deshalb gestalte ich auch persönliche Willkommensfeiern ohne religiösen Charakter.
Dabei begrüßen wir das Kind als neuen Menschen in unserer Mitte und feiern, dass es da ist. Familie und Freunde können ihre guten Wünsche aussprechen, und auf Wunsch werden auch Patinnen oder Paten eingesetzt. Sie versprechen, das Kind auf seinem Lebensweg zu begleiten und für es da zu sein – in schwierigen Zeiten ebenso wie im Alltag.
Wie alle meine Zeremonien wird auch eine Willkommensfeier individuell gestaltet. Gemeinsam entwickeln wir eine persönliche Feier, die zu euch, eurer Familie und euren Wünschen passt.

Über die Kosten für eine Kindersegnung / Willkommemnsfeier informieren Sie sich bitte unter dem Menüpunkt „Kosten“